Umgang mit der KriseIm Umgang mit der Krise kann man viel falsch machen. Erfahrungsgemäß entwickeln sich in einer Krise Unbehagen, Angst und auch Panik. Bei der Vermögensanlage sind Emotionen keine guten Berater, denn sie verleiten zu vorschnellen Handlungen und können daher die Erreichung der gesteckten Ziele verhindern. Aus diesem Grund sind rationales Handeln und Gelassenheit das erste Gebot bei der Bewältigung einer Krise.

Die Wirtschaft entwickelt sich in Zyklen unterschiedlicher Fristigkeit. Derzeit befinden wir uns am Ende eines langfristigen Zyklus, der über mehrere Generationen verläuft. Diese Phase wird von massiver Verschuldung und rezessiven Tendenzen begleitet und stellt einen gewissen Konsolidierungs- oder Reinigungsprozess dar, den die weltweiten Wirtschaftssysteme dringend benötigen.

Oft werden diese Phasen auch von politischen Konflikten begleitet, in denen bestehendes zerstört wird, damit Neues entstehen kann. Das letzte Mal in so einer Phase wurde durch den zweiten Weltkrieg begleitet. Zum Glück kann man davon ausgehen, dass es dieses Mal anders ablaufen wird.

Die aktuellen Probleme wie die stark ansteigenden Energiepreise, der Mangel an Energieträgern, unterbrochene Lieferketten insbesondere für Rohstoffe und stark ansteigende Rohstoffpreise hinterlassen bereits ihre Spuren. Große Unternehmen können trotz voller Auftragsbücher aufgrund fehlender Ressourcen nicht produzieren, geschweige liefern. Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel und viele Firmen sehen sich nun in einer Situation, in der sie sich neu erfinden oder das Handtuch werfen müssen.

All diese Prozesse sind völlig normal und finden ebenfalls zyklisch statt. Das politische Diktat, den Planeten zu retten, ist sicherlich lobenswert. Allerdings liegt die Ursache für den Raubbau weniger in der Wirtschaft als vielmehr im Geldsystem begründet.

Die Ursache für das benötigte Wirtschaftswachstum

Von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet, wütet ein Krebsgeschwür in dieser Welt. Dieses Geschwür ist das verzinste Geldsystem. Die derzeitigen Fiat-Geldsysteme auf der ganzen Welt erlauben es Banken, Geld aus dem Nichts zu erschaffen und als Kredit zu verleihen. Der Preis für diese Kredite sind die Zinsen. Und Zinsen fließen permanent aus dem Geldkreislauf an die Banken und erzeugen einen Mangel an Geld.

Wieso Mangel bei einer so aufgeblähten Geldmenge, mag man sich jetzt fragen? Im Kreditgeschäft werden die Kreditbeträge aus dem Nichts erschaffen. Wird ein Kredit zurückgezahlt, wird das zuvor erschaffene Geld wieder vernichtet. Was dabei aber nicht erschaffen wird, sind die Zinsen. Deshalb ist die Existenz von Zinsen die Ursache für den Mangel an Geld.

Wer sich z.B. 100.000 Euro von der Bank für 3 Prozent Zinsen für ein Jahr leiht, zahlt nach einem Jahr 103.000 Euro zurück. Erschaffen wurden aber nur 100.000 Euro. Wo kommen die 3.000 Euro für die Zinsen her? Dieses Geld muss anderweitig verdient werden.

Durch den Mangel muss stetig neues Geld geschaffen werden. Es ist wie ein Pyramidenspiel, wo den Letzten die Hunde beißen. Diese „Hunde“ sind diejenigen, die ihre Kredite nicht zurückzahlen können, weil einfach nicht genug Geld verdient werden konnte. Die Starken obsiegen über die Schwachen.

Geldmenge und Warenmenge sollten in einem ausgewogenen Verhältnis sein. Doch das ist leider unmöglich, solange es Zinsen gibt. Damit das System nicht zusammenbricht, wird also unentwegt neues Geld erschaffen und über Kredite ausgereicht. Die Verschuldung steigt immer weiter an.

Durch fortwährende Geldmengenausweitung steigen Preise an. Es kommt zur schleichenden Inflation. Gestiegene Preise müssen durch ansteigende Löhne und Gehälter ausgeglichen werden. Doch die Einkommen steigen langsamer als die Preise. Das erzeugt wiederum Mangel.

Die Zinsen fließen ab, werden größtenteils gehortet oder in Sachwerte getauscht und fehlen im Geldkreislauf. Die Kaufkraft des Geldes nimmt stetig ab. Die Menschen, die Geld als Vermögensspeicher betrachten, werden schleichend enteignet.

Steigende Löhne bedeuten höhere Kosten für die Unternehmen. Diese bedingen eine höhere Effektivität und eine gesteigerte Produktion. Wenn man dies auf die Gesamtwirtschaft überträgt, schließt sich der Kreis. Wachstum ist nur nötig, weil ein verzinstes Geldsystem existiert. Wachstum geht einher mit größerem Verbrauch von Rohstoffen, mehr Abfällen, mehr Umweltzerstörung.

Für die Politik, die den Planeten retten möchte, wäre es so einfach. Man müsste nur die Zinsen abschaffen und ein sachwertgedecktes Geldsystem einführen. Die Wirtschaft würde automatisch nachhaltiger und bedarfsbezogener werden. Der Raubbau an der Natur wäre unnötig. Doch das Fiat-Geldsystem ist das wichtigste Machtinstrument. Wer das Geld beherrscht, beherrscht auch Staaten. Also werden uns weiterhin Märchen aufgetischt und das Fiat-Geldsystem, die Quelle des Übels bleibt unangetastet.

Diese Phase des Schuldenzyklus wird auch davon begleitet, das marode Währungssystem auszutauschen. Insofern ist es ratsam, Geldwerte zu meiden und Sachwerte zu kaufen. Bei der Wahl der Sachwerte ist Rationalität und Gelassenheit ebenso wichtig wie der Umgang mit Krisensituationen. Grundsätzlich kann man feststellen, dass vergangene Krisen von Menschen mit den richtigen Sachwerten viel besser überstanden wurden, als von Menschen, die auf Geldwerte vertrauten. Hier haben Sie mit der ABATUS VermögensManagement ein Team von Experten, die hilfreich zur Seite stehen.


 

Autor:

Matthias Krapp

Matthias Krapp

 


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