AssetklassenfondsAssetklassenfonds sind in der öffentlichen Wahrnehmung eher unscheinbar. Dabei haben diese gegenüber ETFs und Indexfonds sehr viele Vorteile. Was habt also Assetklassenfonds im Fondsmarkt ab?

Beginnen wir mit den Preisen. Die Preisentwicklung von Aktien spiegelt die Erwartungen und das Wissen aller Marktteilnehmer wider. Ihr Verhalten beeinflusst die Preise. Erwartete Renditen und Risiken einzelner Wertpapiere oder Assetklassen sind dabei wichtige Kriterien.

Die Preisentwicklung enthält damit Echtzeitinformationen. Wer sich diese zunutze machen kann, hat die Möglichkeit, daraus seinen Vorteil zu ziehen. Allerdings müssen Marktpreise dafür während des gesamten Investmentprozesses einbezogen werden.

Manche ETFs oder Indexfonds trennen oder mildern die Verbindung zu aktuellen Preisen aufgrund ihrer Wertpapiergewichtung oder durch seltenes Rebalancing. Werden Wertpapiere in einem Portfolio beispielsweise gleichgewichtet, oder nur auf der Basis von Fundamentaldaten gewichtet, bleiben diese wertvollen in den Marktpreisen enthaltene Informationen unberücksichtigt.

Für einen erfolgreichen Investmentprozess sollten jedoch genau diese in Marktpreisen enthaltenen Information jederzeit berücksichtigt werden. Diese helfen bei der Identifizierung höherer erwarteter Renditen oder auch bei der Einschätzung für den ausgeführten Handel. Die Gewichtung einzelner Wertpapiere sollte immer im starken Bezug zu ihrer aktuellen Marktkapitalisierung stehen. Während des täglichen Rebalancings kann sichergestellt werden, dass stets die aktuellsten Informationen in die Investmententscheidungen einbezogen werden.

Umgang mit Anlageklassen in Assetklassenfonds

Unterschiede in den Portfoliorenditen eines Portfolios wird durch eine langfristige strategische Allokation in Anlageklassen bestimmt.
Assetklassenfonds

(monatliches Wertwachstum, 1 Euro von 1998 bis 2018)

Setzt man eine über Jahrzehnte betriebene theoretisch-empirische Forschung zugrunde, kann man vier Dimensionen höherer zu erwarteter Renditen in Aktienmärkten und zwei in Anleihenmärkten identifizierten.

Durch tägliches Rebalancing können Assetklassenfonds die reine und vollständige Assetklasse kontinuierlich erfassen. Somit kann ein Anleger seine Portfoliostruktur je nach Risikoausrichtung in Richtung höherer zu erwartender Renditen gewichten.

Viele Indexfonds und ETFs werden nur in bestimmten Intervallen (z. B. jährlich oder halbjährlich) an die neuesten Marktbedingungen angepasst. Hier besteht die Gefahr einer zwischen diesen Intervallen verwässerten Assetklassenabdeckung.

Suche nicht die Nadel, sondern kaufe den Heuhaufen

Die moderne Portfoliotheorie sagt aus, dass das Einzeltitel- und Sektorenrisiko durch breites und globales Diversifizieren stark reduzieren werden kann.

Ein weltweites Portfolio mit Assetklassenfonds kann zwischen 7.000 und 14.000 Unternehmen enthalten und ermöglicht somit breite globale Diversifikation.

Viele Indizes begrenzen die Anzahl ihrer Wertpapiere. Indexfonds, die diesem Investmentansatz folgen, begrenzen somit ihre Möglichkeiten. ETFs bilden oft in Märkten mit geringer Liquidität wie beispielsweise in Schwellenländern nur einen repräsentativen Anteil des Index ab oder setzen Derivate ein, um die entsprechende Assetklasse abzudecken. Doch das bedeutet dann auch die Inkaufnahme zusätzlicher Kosten. Damit können Aktien mit den höchsten Renditen leicht verpasst werden.

Assetklassenfonds können geduldiger und flexibler handeln

Beim Handeln am Kapitalmarkt entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem erzielbaren Preis, der Anzahl der gehandelten Aktien und dem während der Transaktion auftretenden Zeitdruck. Nur zwei dieser Faktoren sind gleichzeitig kontrollierbar. Müssen z. B. große Volumina in kurzer Zeit bewegt werden, würde das den Preis in die falsche Richtung treiben. Durch einen geduldigen und flexiblen Handel in Assetklassenfonds ist dieser Effekt vermeidbar oder zu minimieren. Das funktioniert vor allem durch die Diversifizierung, denn Wertpapiere mit ähnlichen Charakteristika sind jederzeit gegeneinander austauschbar.

Indexfonds sind an ihren jeweiligen Index gekoppelt. Am Tag einer Index-Rekonstitution
werden gleichzeitig die benötigten Wertpapiere gekauft und verkauft. Da es meist viele gleichartig investierte Indexfonds gibt, passiert dies bei allen Indexfonds, die diesen Index nachbilden, zur selben Zeit. Eine vorgeschriebene Transaktionsliste, die an einem bestimmten Tag im Jahr gehandelt werden muss, führt damit zu Dringlichkeit und Kontrollverlust über den Preis der zu handelnden Wertpapiere.

Assetklassenfonds sind von derartigen Zwängen befreit und können zur Erreichung eines bestmöglichen Preises eine geduldige und flexible Handelsstrategie anwenden.

Assetklassenfonds können Kosten minimieren

Kosten sind oft schwer zu durchschauen. Die Gesamtkostenquote eines Fonds ist oft irreführend, da sie nur einen Teil der gesamten Handelskosten ausmacht und die expliziten Kosten, wie Provisionen und Verwaltungsgebühren, zeigen meist nur die Spitze des Eisbergs.

Entscheidender sind die im verborgenen Teil des Eisberges befindlichen, oft viel höheren impliziten Gebühren. Dazu gehören z.B. Transaktionskosten und natürlich der Markteinfluss.

Beim Management von Assetklassenfonds können durch den integrierten Implementierungsprozess sowohl explizite als auch implizite Kosten vermieden werden. Geduldiges, opportunistisches Handeln und die Verteilung des Kapitalumschlags über das gesamte Jahr tragen hierzu maßgeblich bei.

Ein Handel wird also nur dann ausgeführt, wenn die erwartete Prämie die Kosten übertrifft.

Assetklassenfonds – Transparente Fonds mit physisch hinterlegten Wertpapieren

Es macht einen Unterschied, ob ein Fonds direkt an Wertentwicklungen mittels tatsächlicher physischer Aktien partizipiert oder diese über Derivate wie z. B. Swaps abbilden. Einige ETFs tun genau Letzteres, um die Wertentwicklung von Aktien im Index synthetisch nachzubilden. Im Resultat leidet die Transparenz aufgrund der Komplexität dieses Investmentprozesses. Damit verbunden ist auch die Entstehung eines sogenannten Kontrahenten-Risikos.

Assetklassenfonds verzichten auf Derivate und synthetische Konstruktionen und hinterlegen Aktien- und Anleihewerte physisch.

Zusätzliche Wertschöpfung durch Wertpapierleihe in Assetklassenfonds

Beim Verleih von Wertpapieren in Assetklassenfonds wird sehr vorsichtig und konservativ vorgegangen. Die verliehenen Wertpapiere müssen mit 100 – 105 Prozent des Werts täglich neu besichert werden. Außerdem werden die zur Sicherheit hinterlegten Gelder in sehr liquide Anleihen-Titel mit höchster Qualität investiert.

100 Prozent der Erträge abzüglich der Abwicklungskosten aus der Wertpapierleihe fließen dem Fondsvermögen wieder zu.

Zusammenfassend sind Assetklassenfonds attraktive Alternativen zu ETFs und Indexfonds. Deshalb finden sich diese in der ABATUS-WERTE-Strategie wieder.


 

Autor:

Matthias Krapp Geschäftsführer

Matthias Krapp

 


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