Vermögen aufbauenVermögen aufbauen und Vermögen sichern, setzt ein wenig Grundverständnis darüber voraus ist, was Geld in Wirklichkeit ist. Deshalb möchten wir uns heute näher mit Geld und seiner Rolle beschäftigen. Was ist Geld, woher kommt es, wie gehen wir heute damit um? Ist Geld tatsächlich das Maß für Reichtum oder Vermögen? Wir werden sehen.

„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen,
hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

Henry Ford, US-amerikanischer Industrieller

Diese Aussage von Henry Ford trifft es auf den Punkt. In den letzten Monaten habe ich immer öfter die eigentliche Rolle unseres Geldes als Tauschmittel, Wertspeicher und Wertmaßstab hinterfragt. Ich kann Ihnen sagen, da kommt man wirklich ins Grübeln.

In Zeiten, in denen Banken und Sparkassen Kundengelder lieber dem Amtsgericht überweisen, als auf dem Bankkonto zu lassen, ein Grundstück in Bad Soden im Taunus für 2.000 Euro pro Quadratmeter verkauft wird und eine Kryptowährung namens DodgeCoin, symbolisiert durch einen Hund, 10.000 Prozent plus brachte, wundert mich es nicht, dass Anleger verwirrt zurückgelassen werden. Bitcoin und Co. stellen nämlich die alleinige Tauschfunktion unseres Geldes in Frage.

Die stetig steigende Inflation in Kombination mit Minuszinsen bzw. Verwahrentgelten für Bankguthaben bedeuten nichts anders als den schleichenden Verlust der Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes.

Und die Explosion der Immobilienpreise lässt viele Hausbesitzer glauben, sie seien reich. Dabei bleibt doch der Wert eines Hauses nahezu gleich. Es kostet sogar Geld, denn ab und an muss eine neue Heizung oder ein neues Dach her, um den Wert des Hauses zu erhalten. Dass das Preisschild auf der Einheit „Haus“ mit dem „Wert“ gleichgesetzt wird, darf durchaus als fraglich bezeichnet werden. Schließlich können Preise auch wieder fallen.

Privatanleger, die Vermögen aufbauen oder bestehendes Vermögen erhalten und mehren möchten, haben damit nur zwei Möglichkeiten. Entweder man macht sich ein schönes Leben und gibt das Geld mit vollen Händen aus, was mit einem stetigen Einkommensstrom bis zum Tod auch möglich wäre oder man schichtet das Geld in Anlageformen mit höherer Rendite um. Letzteres wäre wahrscheinlich klüger. Das damit verbundene Risiko kann mit einer breiten Streuung in Aktien Anleihen und Immobilen erträglich gestaltet werden.

Wer Vermögen aufbauen möchte, sollte die Natur von Geld verstehen. Daraus ergibt sich dann zwangsweise, dass Vermögen mit Geldwerten nicht nachhaltig aufgebaut werden kann. Deshalb widmen wir uns jetzt dem Geld und seiner Geschichte.

Woher kommt eigentlich Geld?

Waren zum Beginn des Handels direkt gegeneinander getauscht. Die vorhandenen Waren mussten direkt gegen die benötigten Waren eingetauscht werden. Hatte der Tauschpartner keine der benötigten Waren, musste man erst einen passenden Tauschpartner finden. Außerdem war das Timing manchmal ungünstig, da man bestimmte Waren oder Leistungen nicht direkt benötigte, sondern erst später.

Im 6. Jahrtausend v. Chr. wurden daher wertvolle Güter wie Vieh, Salz, Muscheln oder Pfeilspitzen als Universalware oder Zwischentauschmittel genutzt. Solche Güter benötigte jeder und daher genossen diese eine breite Akzeptanz. Diese Waren zeichneten sich durch ihre Haltbarkeit und ihren Nutzen aus. Dadurch musste nicht mehr unmittelbar Ware gegen Ware getauscht werden. Man konnte das benötigte Gut zu einem späteren Zeitpunkt mit den Universalwaren eintauschen. Mit der Zeit etablierten sich edle Metalle wie Gold oder Silber und weniger edle Metalle, wie zum Beispiel Kupfer als Zwischentauschmittel.

Das erste Münzgeld

Der lydische König Kroisos war es, der die ersten Münzen prägte. Diese ersten Münzen waren plattgewalzte Goldklumpen mit einem Stempel. Kroisos Münzen wurden aus einer natürlich vorkommenden Gold-Silber-Legierung gefertigt und mit einem Löwen und einem Stier gestempelt. So entstanden die ersten Goldmünzen der Welt, die ausschließlich als Zahlungsmittel verwendet werden durften.

Der Gebrauch von Münzen entwickelte und verbreitete sich weltweit. Der Wert der einzelnen Münzen entsprach dem darin enthaltenen Gold- und Silbergewicht. Sie wurden über viele Jahrhunderte als Zahlungsmittel genutzt.

Das erste Papiergeld

Der Beginn des Papiergeldes war ein Schuldschein. Dieser Schuldschein war eine Zahlungsaufforderung, einen gewissen Betrag in Münzen zu zahlen. War der Schuldner vertrauenswürdig, war der Schuldschein genau so viel wert wie die Schuld in Münzen. In Europa wurden die ersten Geldscheine im Jahr 1483 in Spanien als Ersatz für fehlendes Münzgeld ausgegeben. Der Wert dieser Geldscheine wurde mit Münzen hinterlegt.

Erste Versuche, Papiergeld zu etablieren, scheiterten. Meist wurden zu viele Banknoten herausgegeben. Dadurch kam es zur Inflation. Den Briten gelang es erstmals, Papiergeld erfolgreich etablierten. In Großbritannien wurde Papiergeld ab 1776 erstmal in kleinen Mengen verteilt. Ein Rücktausch in Münzen war zwar jederzeit möglich, dennoch drohte das System mehrmals zu scheitern.

Die Deutschen waren besonders vorsichtig. Die preußischen Oberhäupter waren stets darauf bedacht, der ausgegebenen Menge Papiergeld eine ausreichende Menge an Münzen vorzuhalten. Erst ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang es den europäischen Staaten, die Flut an Papiergeld zu regulieren. Damit wurden stabile Papiergeld-Währungen etabliert. Diesen Exkurs verfolgen wir im zweiten Teil dieses Beitrages weiter.

Verzerrte Wahrnehmung beim Umrechnen in Geld

Was man verstehen sollte: Geld ist keine Ware und kein wirklicher Vermögenswert. Man kann Geld in Waren und Vermögenswerte eintauschen. Dadurch wird Geld gern als Vermögenswert betrachtet. Doch Geld, wie wir es seit Jahrzehnten benutzen, besitzt keinen Wert – es wird bewertet. Damit setzen wir es Vermögenswerte gleich und unterliegen dem Irrtum, es wäre selbst ein Vermögenswert.

Diese Denkweise wird uns von Kindsbeinen anerzogen und daher ist es sehr schwer, sie wieder abzulegen. Das liegt unter anderem auch daran, wie über Geld gesprochen wird. Aussagen wie, ich lasse mein Geld für mich arbeiten, manifestieren diese Denkweise sogar. Doch wenn man es genau betrachtet, kann man Geld nicht arbeiten lassen.

Wer ein Investment tätigt, tauscht sein Geld in etwas produktives um, zum Beispiel in Aktien. Aktien sind Unternehmensbeteiligungen und Unternehmen erwirtschaften Gewinne. Es ist nicht das Geld, sondern die Unternehmen. Sie produzieren beispielsweise Waren, die dann mit Gewinn verkauft werden. Und dabei spielt Geld dann auch wieder seine Rolle als Tauschmittel. Doch es sind die Unternehmensanteile, die mit der Zeit an Wert zunehmen. Für uns wird das erst greifbar, wenn wir diese Anteile wieder in Geld umrechnen. Wir können vergleichen, wieviel die Anteile beim Erwerb gekostet haben und wieviel sie momentan wert sind. Diese Momentaufnahme hilft uns zu verstehen. Doch am Ende des Tages mehrt sich nicht das Geld.

Die WERTE-Strategie der ABATUS ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit Produktivkapital Vermögen aufgebaut werden kann. Durch die breite Streuung und die geringen Kosten kann sich das Vermögen langfristig aufbauen. Preissteigerungen durch mögliche inflationäre Effekte kommen den Unternehmen durch erhöhte Einnahmen zugute und wurden bisher automatisch ausgeglichen.


 

Autor:

Matthias Krapp

 


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