Rente mit KapitalerhaltRente mit Kapitalerhalt klingt im ersten Moment nach der berühmten eierlegenden Wollmilchsau. Doch nach nochmaligem Hinsehen, ist dieses Ziel gar nicht so weit her gegriffen. Mit einem intelligenten Investmentdepot mit oder ohne Policen-Mantel sind solche Ziele durchaus darstellbar. Sogar vererben kann auf diese Weise erleichtert werden.

Normalerweise hat man die Wahl zwischen Rente oder Kapitalabfindung. Kaum jemand kommt auf die Idee, dass auch beides möglich ist. Aber es gibt diese Situationen. Beispielweise könnte ein Unternehmer seine Firma zu einem sehr guten Preis verkaufen und eine stattliche Summe zur freien Verwendung bekommen.

Selbstverständlich ist die Höhe dieser Summe maßgeblich dafür, wieviel Rente der Unternehmer bekommen kann, ohne das Kapital zu verzehren. Um das zu schaffen, muss die Rendite mindestens genauso hoch sein, wie die Entnahme plus eventuell anfallender Steuer.

Und hier liegt der sprichwörtliche Hase im Pfeffer. Wie legt man das Geld so an, dass man sicher so viel Rendite erwirtschaftet, dass es für die geplanten Entnahmen ausreicht?

Gäbe es noch Zinsen, wäre die Angelegenheit recht einfach. Wenn man beispielsweise 2 Millionen Euro zur Verfügung hätte und daraus bis zum Alter 99 ohne Kapitalverzehr jährlich 2,5 Prozent des Ursprungskapitals nach Kosten und Steuern entnehmen möchte, wäre eine Verzinsung von mindestens 3,5 Prozent nötig. Doch derzeit kann man sich schon glücklich schätzen, wenn man für Guthaben keine Verwahrgebühren bezahlen muss.

Dann gäbe es noch die Versicherung. Doch diese ist untauglich, denn das Kapital würde in eine Leibrente umgewandelt und das Kapital stünde dann nicht mehr zur Verfügung. Schlimmer noch, bei Tod würde das restliche Versicherungsguthaben verfallen. Außerdem wird bei einer Rentenversicherung die Rente aus den Erträgen des sogenannten Deckungsstocks erzielt. Dieser besteht zum größten Teil aus dem eingezahlten Kapital. Und das soll schließlich erhalten bleiben.

Investmentportfolio

Hier gäbe es ausschüttende Multi-Asset-Income-Produkte, die regelmäßige Erträge bei möglichst geringer Volatilität erzielen sollen. Diese regelmäßigen Erträge sind jedoch von der Marktlage abhängig. Für eine stabile monatliche Rentenzahlung von jährlich 2,5 Prozent wäre vor Steuer pro Jahr eine Ausschüttungsrendite von rund 3,33 Prozent notwendig. Multi-Asset-Income-Fonds sollen flexibel investieren. Dabei kann meist keine ständig einzuhaltende Mindestaktienquote realisiert werden und damit ist dann auch keine steuerliche Teilfreistellung möglich.

Ausschüttungsrenditen in der Größenordnung von 3,33 Prozent sind kein Hexenwerk. Die Herausforderung ist eher die Konstanz. Bei keinem Multi-Asset-Income-Produkt liegt die Ausschüttungsrendite exakt bei 3,33 Prozent. Hier muss man ein wenig kreativ vorgehen und auf unterschiedliche Fonds streuen. Man könnte beispielsweise einen Fonds auswählen, der drei Prozent Ertrag pro Jahr erzielt, und einen Fonds, bei dem vier Prozent jährlich ausgeschüttet werden.

Doch letztendlich wäre die Gefahr des Kapitalverzehrs hier allgegenwärtig, denn Aktien schwanken immer und Anleihen rentieren derzeit nicht gut genug.

Investment mit Policen-Mantel

Welche Eckdaten ändern sich, wenn das Investmentkonzept innerhalb eines Policen-Mantels stattfindet? Bei einer Police würde ein Entnahmeplan eingerichtet werden. Beim Investmentdepot innerhalb einer Police gilt eine Entnahme als Teilverkauf, bei dem jedes Mal Abgeltungsteuer anfiele.

Im Beispiel wäre bei einer Einlage von 2 Millionen Euro in eine Police genau wie in einem Fondsdepot nach einem Monat ein Vermögen von 2.005.555,47 Euro zusammengekommen. Aus dieser Summe wird dann der Ertragsanteil ermittelt. Dieser liegt hier bei rund 0,28 Prozent. Weil diese Quote auf die Ausschüttung in Höhe von 5.555,47 Euro angewandt wird, wären 15,55 Euro zu versteuern. Doch vorher wird die steuerliche Teilfreistellung abgezogen, die für Erträge aus Fondspolicen bei 15 Prozent liegt. Damit wären nur noch 13,22 Euro mit 25 Prozent Abgeltungssteuer zu versteuern. Nach Steuern bliebe eine monatliche Rente von 5.552,16 Euro. Im Vergleich zur Entnahme aus dem Fondsdepot wären dies also 1.385,56 Euro mehr.

Kosten berücksichtigen

Policen-Mäntel haben einen Kostenfaktor. Diesen kann man nahezu eliminieren, indem für den Policen-Mantel eine Netto-Police gewählt wird. Der Vorteil eines Policen-Mantels offenbart sich jedoch noch auf einer ganz anderen Ebene. Möchte man im gleichen Zuge eine steuerschonende Vererbung vorbereiten, kann durch eine sinnvolle Gestaltung des Policen-Mantels, beispielsweise durch mehrere Versicherungsnehmer vorgesorgt werden. Hier können die Experten der ABATUS die der Situation passende Varianten ermitteln. Sprechen Sie uns an.


 

Autor:

Burkhard Matz

 


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