Die aktuelle geopolitische Zuspitzung rund um den Iran sorgt für Unruhe – in den Nachrichten ebenso wie an den Kapitalmärkten. Viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich: Muss ich jetzt etwas tun?

Die kurze Antwort lautet in den meisten Fällen: Nein.
Historisch betrachtet waren solche Marktphasen häufig eher Gelegenheiten zum Nachinvestieren als Gründe zum Aussteigen – vorausgesetzt, es handelt sich um langfristig verfügbares Kapital.


Geopolitik bewegt Märkte – meist nur vorübergehend

Kapitalmärkte reagieren auf Unsicherheit oft sofort: Risiken werden reduziert, Schlagzeilen dominieren und die Volatilität steigt. Historische Auswertungen zeigen jedoch ein wiederkehrendes Muster: Geopolitische Rückgänge waren häufig zeitlich begrenzt.

Eine Vanguard-Analyse (zur Grafik) zu zahlreichen historischen Ereignissen zeigt im Durchschnitt sogar positive Renditen nach sechs und zwölf Monaten, obwohl es unmittelbar nach den Ereignissen teilweise deutliche Rücksetzer gab.

Wichtig: Das ist keine Garantie für die Zukunft – aber ein hilfreicher Realitätscheck gegen das Gefühl, dass diesmal alles anders ist.


Die Rolle einer strukturierten Strategie

Gerade in geopolitischen Stressphasen zeigt sich der Wert einer klaren Anlagestrategie. Die ABATUS-Portfolios folgen bewusst einer WERTE-orientierten, breit diversifizierten und langfristigen Struktur.

Wesentliche Prinzipien sind:

  • Breite Diversifikation statt Einzelrisiken
  • Qualität und Substanz statt kurzfristiger Spekulation
  • Risikomanagement über Struktur (Allokation, Diversifikation, Rebalancing)

Das größte Risiko entsteht in solchen Situationen häufig nicht durch das Ereignis selbst, sondern durch emotionale Fehlentscheidungen – etwa hektische Verkäufe oder Strategieänderungen mitten in turbulenten Marktphasen.

Der Leitgedanke bleibt daher:
Strategie beibehalten und Ruhe bewahren.


Nachinvestieren – aber nur mit langfristigem Kapital

Marktrückgänge können Chancen bieten. Wichtig ist jedoch: Investitionen sollten nur mit Kapital erfolgen, das langfristig entbehrlich ist.

Da kurzfristige Marktbewegungen kaum prognostizierbar sind, haben sich zwei Vorgehensweisen bewährt:

  • gestaffeltes Investieren (Tranchen)
  • regelbasiertes Rebalancing zurück zur Zielallokation

Die „Feuerwehrübung“ für das Depot

Eine Feuerwehrübung macht man nicht, weil es brennt – sondern damit im Ernstfall Ruhe bewahrt werden kann. Dasselbe gilt für Geldanlage.

Eine einfache Checkliste kann helfen, in turbulenten Marktphasen strukturiert zu bleiben:

  • Liquiditätsbedarf der nächsten 12–24 Monate prüfen
  • Portfolioausrichtung und Risikoprofil regelmäßig überprüfen
  • mögliche Klumpenrisiken identifizieren
  • Entscheidungen regelbasiert statt emotional treffen

Manchmal ist die beste Entscheidung auch schlicht: nichts zu tun.


Einordnung und Vertiefung im Podcast

Wer sich tiefer einhören möchte: Wir haben die Situation und die Markteinordnung in zwei kurzen Folgen unseres Podcast „WISSEN SCHAFFT GELD“ aufgegriffen:

  • Folge 989: Angriff gegen den Iran – Kommt es zum Börsensturz?
  • Folge 990: Angriff gegen den Iran – Wie geht es an den Börsen weiter?

Und passend zur „Feuerwehrübung“:

  • Folge 986: Hast du einen Notfallplan für dein Depot?

Alle Folgen sind auf allen Podcast-Plattformen sowie auf der Website verfügbar:
https://www.abatus-beratung.com/wissen/podcast/


Fazit

Geopolitische Krisen können kurzfristig starke Marktbewegungen auslösen. Historisch waren sie jedoch selten ein nachhaltiger Grund, eine langfristige Anlagestrategie aufzugeben.

Unsere Empfehlung bleibt:

  • Strategie beibehalten
  • Liquidität sauber planen
  • Chancen nur mit langfristigem Kapital nutzen
  • Und vor allem ruhig bleiben, statt reflexhaft zu handeln

Bei Fragen einfach fragen.
Schreiben Sie uns gerne in die Kommentare.

Verfasser: Matthias Krapp

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