Die Evergrande-Krise ist in den Medien sehr präsent. Dunkelste Szenarien dominieren die Schlagzeilen. Es ist von Bankenpleiten die Rede, von einem Dominoeffekt, der weitreichende Folgen für die Aktienmärkte haben könnte. Die Auswirkungen sind zugegebenermaßen schwer absehbar. Doch es gibt auch Hoffnung.
Einmal mehr zeigt sich, dass sich bei einer Aktienanlage die Konzentration auf einzelne Märkte oder Länder als Bumerang entpuppen könnte. Das Wachstum in China der letzten Jahre war überdurchschnittlich. Die Wirtschaftspresse feierte China als Hoffnungsträge und als sichere Bank für Aktionäre. Das bewegte viele Anleger in die asiatischen Märkte hinein, denn die meisten Menschen legen leider ihr Geld zyklisch an und folgen Trends.
Doch wer Trends hinterherläuft, hat meist das Nachsehen. Trends offenbaren sich meistens dann, wenn die entsprechenden Märkte bereits ein hohes Niveau haben. Wer also Trends hinterherläuft, verpasst meist den Anschluss und kauft zu teuer ein. „Die meisten Menschen kaufen zur Unzeit“, stellte der ehemalige Unternehmensberater und Investmentbanker Thorsten Schulte einmal fest. Damit beschrieb er eine Volkskrankheit, die Herde folgt immer den vermeintlich dicksten Weiden.
Evergrande-Krise stürzte Indizes
Angefangen mit dem Hang Seng verzeichneten auch andere Indizes Rückgänge. Das Netzwerk des Immobilienriesen ist weit verzweigt und über viele Branchen verteilt. Da viele internationale Unternehmen auch Produktionsstätten in China unterhalten, begann – von den Medien im hohen Umfang befeuert – das große Zittern.
China ist ein kommunistisches Regime. Und für die Kommunisten gibt es nichts Schlimmeres, als ihr Gesicht vor dem Ausland zu verlieren und Schwäche zu zeigen. Die Flutung von Geld durch die chinesische Nationalbank zur Stabilisierung der Märkte war also eine vorhersehbare Folge.
Das Unternehmen ist hoffnungslos überschuldet. Die Krise bei Evergrande spitze sich zu, als die chinesische Finanzaufsicht Evergrande im August 2020 den Zugang zu neuen Krediten erschwerten. Seitdem hat Evergrande große Liquiditätsprobleme, die sich in ausgebliebenen Couponzahlungen für Anleihen in Milliardenhöhe niederschlugen. Mit 304 Milliarden US-Dollar Schulden ist der Immobilienriese für Chinas Wirtschaft systemrelevant.
Den Verbindlichkeiten des Konzerns stehen Immobilienprojekte und Grundstücke über 214 Millionen Quadratmetern gegenüber. Im gesamten Land entwickelt Evergrande ca. 130 Projekte. Durch den Liquiditätsengpass liegen derzeit etwa 500 Projekte brach. 800 Projekte sind noch nicht fertiggestellt und etwa 1,2 Millionen Käufer, die für ihre Immobilie in Vorleistung gingen, warten auf die Schlüsselübergabe.
Hohe Verschuldung ist kein Einzelfall
In China ist Evergrande in guter Gesellschaft. Mit 304 Mrd. USD ist das Unternehmen Spitzenreiter in Sachen Verschuldung. Doch auf den weiteren Plätzen findet man die China State Construction mit 271 Mrd. USD, Country Garden mit 269,4 Mrd. USD, China Vanke mit 246,5 Mrd. USD Schulden. Der darauffolgende Konzern Greenland mit 191,1 Mrd. USD Schulden hat bereits seinerseits Zahlungsschwierigkeiten signalisiert.
Das Unternehmen fiel durch einen Verstoß gegen zwei der drei sogenannten „roten Linien“ der chinesischen Finanzaufsicht auf. Das Verhältnis von Schulden zu Vermögenswerten ist bei Greenland viel zu hoch. Außerdem verfügt das Unternehmen über keine ausreichende Liquiditätsdecke, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu abzudecken. Die Zahlungsunfähigkeit ist hier bereits vorprogrammiert.
Globale Strategie schützt Anleger vor der Evergrande-Krise
Unabhängig der Verwerfungen, die die chinesische Wirtschaft auf dem Weltmarkt verursachen könnte, ist man mit einer prognosefreien, breit gestreuten, globalen und kostengünstigen Strategie, wie der WERTE-Strategie auf der sicheren Seite. Möglicherweise wird die Evergrande-Krise für Kursrückgänge sorgen, doch das können clevere Anleger für den günstigen Nachkauf und zur Aufstockung in ihrem Portfolio ausnutzen.
Krisen gibt es auf der Welt immer wieder. Erfahrungsgemäß werden die Märkte aus überstandenen Krisen gestärkt hervorgehen und die Kursrückgänge mehr als wettmachen. Wer also die Gunst der Stunde nutzen kann und sein Depot aufstocken möchte, kann die günstigen Preise ausnutzen.
Im chinesischen wird das Wort Krise mit zwei Schriftzeichen dargestellt. Das erste Zeichen bedeutet Gefahr, das zweite Gelegenheit. Wer also kühlen Kopf bewahrt und nicht nur die Gefahr sieht, sondern auch die Gelegenheit, wird die Krise als Gewinner überstehen können.
Mit der WERTE-Strategie der ABATUS haben Sie dafür das beste Werkzeug in den Händen. Setzen Sie es weise ein und werden Sie zum Gewinner der Krise.
Autor:

Robin Klimaschka
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