
Die Inflation steigt von Monat zu Monat. Seit Januar wurde Kraftstoff erheblich teurer. Diesel legte bis heute etwa um 20 Prozent zu, Benzin sogar um 25 Prozent. Damit erhöhen sich die Transportkosten für alle Waren des Alltags. Zwischenzeitlich sind die Preisanstiege sehr auffällig und damit deutlich spürbar. Preise für frische Nahrungsmittel kletterten auf einen Rekordwert. Die Preiserhöhungen sind im wöchentlichen Einkauf nicht mehr zu leugnen. Die Inflation ist im Bewusstsein der Menschen angekommen.
Zu den verteuerten Transportwegen gesellen sich Lieferengpässe. Holz, Plastik, Gips und andere Werkstoffe werden immer knapper und das steigert auch hier die Preise. Die Verpackung von Waren verteuert sich. Die Knappheit an Verpackungsmaterial verzögert die fristgemäße Auslieferung von Waren. Es wird immer offensichtlicher, wie verletzlich eine Wirtschaft bei Verknappung wichtiger Rohstoffe ist.
In der Euro-Zone stieg die Inflation im Mai auf 2,5 Prozent. In den USA liegt die Inflationsrate mit fünf Prozent sogar auf einem doppelt so hohen Niveau. Die Inflation in den USA ist auch für Europa relevant, denn der US-Dollar ist die Weltleitwährung. Wenn diese Weltwährung so massiv an Kaufkraft verliert, hat das auch Auswirkungen auf jede andere Volkswirtschaft der Welt, die ihre Rohstoffe in US-Dollar handeln muss.
Am 16.06.2021 korrigierten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Fed ihre Inflationserwartungen nach oben. Außerdem stimmte man die Märkte auf eine mögliche Zinserhöhung in zwei Jahren ein.
Warum erst in 2 Jahren? Sowohl die EZB als auch die Fed haben in den letzten Monaten massiv Geld in den Markt gepumpt. Die Verschuldung steht damit auf einem historischen Höchststand. Eine sofortige Zinserhöhung könnte die öffentlichen Haushalte überfordern. Staatsbankrotte könnten die Folge sein.
In 2 Jahren könnten große Schuldenberge einfach weg inflationiert werden. Eine fallende Kaufkraft vermindert schließlich die Schulden. Also könnte eine noch höhere Inflation den größten Schuldnern recht gelegen kommen. Die größte Gefahr ist, dass sich diese schleichende Inflation in eine galoppierende Inflation wandelt.
Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. In den USA gab es genau diese Situation bereits mehrfach. Das zeigt, dass sich innerhalb von so kurzer Zeit alles ändern kann. 1915 lag die Inflation in den USA bei 1 Prozent, zwei Jahre später bei 20,4 Prozent. Im Jahr 1945 lag die Inflationsrate in den USA bei 0,5 Prozent, 1947 bei 19 Prozent und Zeitraum von 1972 (2,9 Prozent) kletterte die Inflation um 9,4 Prozent auf 12,3 Prozent. Wiederholt sich vielleicht ein derartiges Szenario demnächst? Für Schuldner wäre das sicherlich nicht so übel, wenn sich ihre Schuldenlast durch Inflation vermindert. Aber was ist mit den Sparern?
Über 70 Prozent der Guthaben der deutschen Sparer ist in Geldwerte investiert, befindet sich also auf Konten, in Lebensversicherungen, Bausparverträgen, Staatsanleihen usw. Bei der hohen Inflationsrate können die Sparer zusehen, wie ihr Guthaben dahinschmilzt. Und wenn die offizielle Inflationsrate eher einen geschönten Eindruck vermittelt, sind die Auswirkungen für die Sparguthaben noch viel schlimmer. Wer jetzt nicht reagiert, wird um die Früchte seiner Arbeit gebracht – so muss man das leider sehen.
Die Lösung für dieses Problem ist ein Seitenwechsel. Wenn durch die Inflation Waren teurer werden, sollte man auf die Seite der Waren wechseln. Hier bieten sich Aktienfonds an. In Aktien wird die Inflation eingepreist. Die Preise der Produkte der Unternehmen steigen und werden damit Teil der Ertragslage. Damit bieten Aktien einen guten Inflationsschutz. Die ABATUS ist somit mit ihrer WERTE-Strategie der ideale Partner für nachhaltigen Inflationsschutz.
Autor:

Michael Renze
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