Value Aktien galten im letzten Jahr eher als langweilig. Nur was starkes Wachstum versprach, war gut genug für die mittlerweile von Kursrekorden verwöhnten Investoren. Allerdings scheinen die in Ungnade gefallenen Value-Werte nun einen Gang höher geschaltet zu haben und beeindrucken mit neuer Stärke. Damit erregen sie auch die Aufmerksamkeit der Investoren, die Value-Werte nun wiederentdecken und ihre Depots neu strukturieren.

Die aktuelle Umstrukturierung und Besinnung auf die Old Economy hat prominente Vorreiter. Die Bill & Melinda Gates Foundation und Investorenlegende Warren Buffett trennten sich von Positionen an Amazon, Apple, Uber und Bankentiteln wie JP Morgan, PNC Financial und M&T Bank. Für viele Investoren sind das deutliche Empfehlungen, die ihre Nachahmer finden werden.

Value Werte stehen für solide Fundamentaldaten. Eine breit diversifizierte Investition in Sachwerte mit geringerer Volatilität und möglichst hoher Sicherheit stellt einen nachhaltigen und langfristig sehr erfolgreichen Investmentansatz dar. Hier gilt der Grundsatz, Investition vor Spekulation, den die ABATUS auch mit ihrer WERTE-STRATEGIE verfolgt.

Das letzte Jahr war eher vom Grundsatz Gier frisst Hirn gekennzeichnet und der Akzeptanz hoher Risiken. Dieser Ansatz ging auf – zum Glück. In diesem Jahr spricht die Markttechnik eher für einen Investmentansatz, zuverlässige Werte der besten Unternehmen zu fairen Preisen zu erwerben.

Diese Unternehmen werden durch eine geringe Verschuldung und nachhaltige und anpassungsfähige Geschäftspolitik. Diese Eigenschaften helfen diesen Unternehmen, gerade in schwierigen Markphasen oder Krisen unbeschadet zu überstehen. Nicht zuletzt zählt auch die hohe Transparenz durch die Einhaltung international verbindlicher Bilanzierungsstandards.

Substanzerhalt und aussichtsreiche Wachstumschancen ergeben sich bei Value Aktien durch Bewertungen der Ertragskontinuität, Ausschüttungsquoten aus Dividenden und Aktienrückkaufprogrammen und eine schmale Kostenstruktur bzw. geringe Kapitalintensität des Geschäftsmodelles der Unternehmen. Das sind gute Voraussetzungen, in den entsprechenden Branchen führend zu sein und diese Marktposition auch langfristig zu verteidigen.

Diversifikation spielt aber auch geografisch eine wichtige Rolle. Die Industriestaaten in Nordamerika und Europa werden ihre Dominanz kaum verlieren. Aber Asien holt mit großen Schritten weiter auf. Die größte Freihandelszone der Welt zwischen den zehn ASEAN-Mitgliedsstaaten in der Asien-Pazifik-Region wurde im vergangenen Jahr aufgebaut.

Der ohnehin schon sehr effiziente Warenverkehr in Asien wird davon weiter Fahrt aufnehmen können. China baut seine Marktmacht weiter aus und etabliert den Yuan als parallele Weltwährung. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, dass das Reich der Mitte die Vereinigten Staaten überflügelt, vielleicht sogar den US-Dollar als Weltleitwährung zurückdrängt. Hier sollten Investoren nicht den Anschluss verpassen.

Kurzfristiges Wachstum und Spekulation mag seinen Reiz haben. Allerdings ist eine nachhaltigere und solidere Investmentstrategie langfristig interessanter. Aktives Management bringt immer das Risiko der Fehleinschätzung mit sich. Wenn Fondsmanager im falschen Moment aus Aktien aussteigen, die kurz danach unerwartet gut performen, geht das zu Lasten der Gesamtrendite. Da zuverlässige Vorhersagen nicht funktionieren, macht eine breitdiversifizierte Anlage in alle Aktien weltweit mehr Sinn.

Ein solches Investment hat im Zeitraum von 1994 bis 2020 durchschnittlich 8,2 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. In einem solchen Investment waren schwächere Aktien aber auch außergewöhnlich gute Aktien dabei. Hätte man bei einem aktiven Management nur 10 Prozent der besten Aktien eines jeden Börsenjahres nicht im Portfolio gehabt, läge die Rendite bei nur 3,6 Prozent pro Jahr. Es liegt in der Natur der Dinge, dass man am Anfang eines Börsenjahres niemals wissen kann, welches die 10 besten Aktien sein werden. Die Börse ist hochgradig dynamisch und daher nehmen viele Faktoren Einfluss, die man unmöglich alle auf dem Schirm haben kann.

Aktives Management treibt darüber hinaus auch die Kosten in die Höhe. Jede Transaktion kostet eine Gebühr und je aktiver das Management ist, desto teurer wird es. Wie sehr sich die Kosten auswirken, zeigt ein Anlagebetrag von z. B. 200.000 Euro über 30 Jahre und einer jährlichen Rendite von 6,5 Prozent. In 30 Jahren stünden bei 1 Prozent Kosten 996.790 Euro zur Verfügung. Lägen die Kosten bei 2 Prozent käme man auf ein Ergebnis von 749.063 Euro und bei 3 Prozent Kosten auf 561.358 Euro. Eine schmale Kostenstruktur ist also ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Kapitalanlage.

Viele Spekulanten schwören auf das Timing. Doch Timing ist meist eine Illusion. Das größte Risiko besteht darin, nicht investiert zu sein. Niemand kann die Börsenentwicklung tatsächlich voraussagen. Wenn man ausgerechnet dann aussteigt, wenn die Aktien unerwartet stark zulegen, ist das sehr ärgerlich und hat große Auswirkungen auf die gesamte Wertentwicklung.

1.000 USD am Anfang 1990 in den S&P 500 Index investiert und bis 2020 liegengelassen, wären zu 20.451 USD geworden. Das entspricht einer Durchschnittsrendite von 10,23 Prozent. Hätte man den besten Tag versäumt, hätte das 0,39 Prozent gekostet. Das wirkt nicht sehr hoch. Auf einen so langen Zeitraum wirkt sich das jedoch sehr stark aus. Bei der Rendite von 9,84 Prozent läge das Endresultat bei 18.329 USD, also 2.122 USD weniger.

Die besten 5 Tage versäumt, hieße 12.917 USD Ergebnis (8,60 Prozent Rendite) und hätte man die besten 25 Tage versäumt, stünden nur noch 4.376 USD als Endresultat zur Verfügung (4,88 Prozent Rendite), also 16.075 USD weniger.

Etwas mehr Ruhe im Portfolio muss nicht Langeweile bedeuten. Unternehmen mit nachvollziehbaren Geschäftsmodellen, imageträchtigen Marken und Gütern und Dienstleistungen für Jedermann werden zukünftig eine entscheidendere Rolle in den Industrienationen spielen.

Investoren in der WERTE-Strategie verfolgen diesen Kurs bereits seit Beginn dieses Konzepts und erfreuen sich bester Resultate. Breite globale Diversifikation und eine größtmögliche Auswahl von Value- und Growth-Werten sowie von Small-, Mid- und Large-Caps decken den vollständigen Markt ab und bilden die Basis für dieses Erfolgskonzept.


 

Autor:

Matthias Krapp Geschäftsführer

Matthias Krapp

 


Für den Newsletter anmelden

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank. Wir haben Ihnen eine Bestätigungs-Email an die angegebene Adresse geschickt. Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung mit dem Link in der E-Mail.

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Wir informieren Sie regelmäßig über aktuelle Neuigkeiten, neue gesetzliche Vorgaben und alles rund um die Themen Vermögensmanagement und Finanzplanung

#ErfolgreichsteAktienfonds