Nach der Scheidung stand eine Mandantin vor einer völlig neuen Situation: Sie musste ihre Geldanlage selbst regeln. Eine große Herausforderung, bei der wir sie Schritt für Schritt begleitet haben.

Vor kurzem saß uns eine neue Mandantin gegenüber. Hinter ihr lag eine Scheidung und damit eine finanzielle Situation, die neu und ungewohnt war.
Durch die Vermögensaufteilung bzw. einen Hausverkauf war plötzlich viel Geld da. Aber statt Erleichterung war vor allem Unsicherheit da: Was ist die richtige Entscheidung? Sie war nicht gekommen, weil sie „schnell mehr“ aus ihrem Geld machen wollte. Sie war da, weil sich ihr Leben verändert hatte und weil Sie ihre Finanzen nun zum ersten Mal allein regeln musste.

„Ich möchte nichts falsch machen“, sagte sie. Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „Aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“ Meine Antwort war ruhig und ehrlich: „Das ist völlig nachvollziehbar. Und Sie müssen das nicht alleine lösen.“

In solchen Gesprächen geht es am Anfang nicht um Fonds, Aktien oder die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Es geht darum erstmal Klarheit und Struktur zu schaffen.

Ich arbeite in diesen Situationen gern mit dem Topfmodell, weil es Dinge verständlich und greifbar macht. Zuerst geht es um Verfügbarkeit – also um Geld, das jederzeit da ist. Danach folgt die Sicherheit: Vermögen, das stabil angelegt ist, ohne tägliche Schwankungen, damit man nicht ständig daran denken muss. Und erst im dritten Schritt geht es um die Zukunft, also um den langfristigen Vermögensaufbau – weltweit investiert und breit gestreut.

Als diese Ordnung stand, wurde es spürbar leichter – weil das Geld plötzlich Aufgaben bekam. Und weil Entscheidungen nicht mehr aus Unsicherheit, sondern aus einem klaren Plan heraus getroffen werden konnten.

Viele glauben, Aktien seien kompliziert oder nur etwas für Menschen, die ständig Finanznachrichten verfolgen. In Wahrheit geht es nicht darum, einzelne „Gewinner“ zu finden. Entscheidend ist, langfristig klug zu investieren und Risiken sinnvoll zu verteilen. Mit einer breiten Streuung wird Vermögen auf viele Länder, Branchen und Unternehmen verteilt. Genau das macht eine Anlagestrategie stabil. Breite Streuung schützt nicht vor jeder Schwankung, aber vor teuren Fehlentscheidungen aus Unsicherheit oder Angst.

Gerade wenn sich das Leben verändert, muss niemand sofort alles wissen. Aber man darf sich Unterstützung holen – von Mensch zu Mensch.

Bei Fragen einfach fragen.

 Verfasserin: Karen Wilke
Verfasserin: Karen Wilke

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