Anlagevehikel sind die „Verpackungen“, über die Anleger in verschiedene Anlageklassen investieren. Dazu gehören beispielsweise Investmentfonds, ETFs oder auch Lebensversicherungen. Sie dienen als Hülle, in der die eigentlichen Anlagen gebündelt und anschließend Anlegern zugänglich gemacht werden.

Wichtig ist dabei: Jedes Anlagevehikel verursacht Kosten. Diese Kosten reduzieren unmittelbar die Rendite der zugrunde liegenden Anlageklasse. Deshalb sollte nicht nur die Anlage selbst betrachtet werden, sondern auch die Kostenstruktur des gewählten Anlagevehikels.

Ein gutes Beispiel ist der Vergleich zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETFs. Aktive Fonds verursachen häufig Ausgabeaufschläge sowie höhere laufende Kosten. Diese gehen oft sogar über die ausgewiesene Total Expense Ratio (TER) hinaus. Zusätzlich gelingt es vielen aktiven Fonds langfristig nicht, ihre Vergleichsindizes nach Kosten zu schlagen.

ETFs hingegen verzichten in der Regel auf Ausgabeaufschläge und haben deutlich niedrigere laufende Kosten. Da sie nicht versuchen, den Markt aktiv zu übertreffen, sondern ihn möglichst effizient abzubilden, erzielen sie langfristig häufig bessere Ergebnisse als die Mehrheit aktiv gemanagter Fonds. Studien zeigen regelmäßig, dass über lange Zeiträume mehr als 95 % der aktiven Fonds nach Kosten hinter ihrem Vergleichsmarkt zurückbleiben.

Deshalb gilt: Wer Anlagevehikel bewertet, sollte immer prüfen, welche zusätzlichen Kosten zwischen Anleger und Anlageklasse entstehen. Denn je geringer die Kosten, desto mehr von der ursprünglichen Rendite bleibt langfristig beim Anleger.

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 Verfasser: Matthias Krapp
Verfasser: Matthias Krapp

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