Fondsverkauf – Wann ergibt es Sinn?Ein Fondsverkauf erfolgt oft aufgrund von Emotionen. Angst, Unsicherheit und mangelndes Vertrauen in die Börse stehen dabei ganz oben auf der Liste der Ursachen. Viele Menschen haben nur ein begrenztes Gefühl dafür, wie man langfristig investiert. Deshalb wollen wir dieses Thema heute etwas näher beleuchten.

Seitdem im März 2020 eine größere Korrektur an den Börsen für Unsicherheit folgte, läuft es nun großartig. Die Ursachen sind vielschichtig. Einen sehr großen Einfluss hat die zur Verfügung stehende Liquidität, die angesichts begrenzter Einkaufsmöglichkeiten und steigender Unsicherheit lieber für schlechte Zeiten in den Sparstrumpf kanalisiert wurde. Da aber die klassischen Geldanlagen kaum noch Zinsen abwerfen, richten sich die Augen der Anleger vermehrt auf alternative Möglichkeiten.

Während der Pandemie kauften viele Menschen Immobilien. Trotz Unsicherheiten stieg die Bereitschaft der Menschen an, sich zu verschulden. Auch Aktien und Aktienfonds stehen seither hoch in der Gunst der Menschen. Das anhaltende Wachstum der Märkte lockt auch die Zaghaftesten hinter dem Ofen hervor und lässt diese in die Aktienfonds investieren.

Aber da gibt es auch noch die anderen. In der Märzkorrektur verkauften auch viele von Panik getriebene Anleger ihre Fonds. Diese Anleger haben nun das Nachsehen, denn sie nahmen sich die Chance, am darauffolgenden Anstieg der Märkte teilzuhaben.

Experten schätzen die Abflüsse durch Fondsverkauf während der Märzkorrektur letzten Jahres auf 246 Milliarden Euro. Diese stattliche Summe lässt sogar den Kapitalschwund während der Finanzkrise 2008/2009 wie einen Kindergeburtstag aussehen. Warum war das also so heftig? Man könnte vermuten, dass neben dem Einbruch der Märkte noch die durch die Politik und die Medien geschürte Todesangst als verstärkender Faktor seine Wirkung tat – Panik hoch Zwei sozusagen.

Gibt es gute Gründe für einen Fondsverkauf?

Es gibt tausende Aktien und es gibt tausende Aktienfonds. Die Fonds unterscheiden sich nur in ihrer Kostenstruktur, der Gewichtung und dem Management – also ob passiv oder aktiv. Im Großen und Ganzen bedienen sich die Fondsmanager aber alle am gleichen Buffet. Aus dieser Masse die Spitzenfonds herauszufinden, erweist sich als nahezu aussichtslos, denn den meisten Fonds mangelt es an Kontinuität.

Wenn man sich die Fonds-Hitlisten verschiedener Zeitspannen anschaut, sind selten immer die gleichen Fonds auf den Spitzenplätzen. Dazu kommt, dass die Informationen, die man öffentlich erhält, sehr lückenhaft sind. Die Fonds selbst stellen sich in ihren Darstellungen selbstverständlich immer über Zeiträume dar, an denen sie sehr gut abschnitten. Oft reicht aber schon eine Verschiebung der Zeitspannen um wenige Monate, um das Ergebnis vollends zu kippen. Ironisch heißt es bei uns im Haus dann gerne: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!“

Wenn man sich für einen Fonds entscheiden hat, der dauerhaft stark unterhalb seiner Benchmark performt und aufgrund der ihm zugrundeliegenden Strategie viel erfolgreicher hätte sein müssen, ist ein Fondsverkauf wahrscheinlich ratsam. Wer sich für einen risikoärmeren Aktienfonds entschieden hat, sollte infrage stellen, ob der Aktienfonds wirklich die richtige Wahl darstellt. Ein Aktienfonds mit Sicherheitsgurt kann nur im Marktvergleich verlieren.

Wer sich im Aktienmarkt tummeln möchte, sollte verstehen, dass es nur langfristig Sicherheit gibt. Und diese Sicherheit besitzt eine andere Definition als die eines Festgeldkontos.

Der Markt schwankt, das muss man respektieren

Der Markt ist wie ein lebendiges Wesen, denn er wird von Unternehmen und damit von Menschen dominiert. Ein Unternehmen möchte Gewinne erzielen. Diesem Credo wird alles untergeordnet, denn ohne Gewinne kann ein Unternehmen dicht machen. Es wäre also sinnvoll, sich am gesamten Markt auf der gesamten Welt zu beteiligen. Damit hat man automatisch jedes Unternehmen an Bord und damit auch diejenigen, die einen Höhenflug hinlegen.

Tatsächlich kann man beobachten, dass Fonds schlechter als der Markt laufen, je aktiver diese gemanagt werden. Übersetzt heißt das, je mehr die Menschen dazwischenfunken, desto schlechter läuft der Fonds. Und das ist auch plausibel, denn niemand kann den Markt vorhersagen. Diese Prognosen sind wie Kaffeesatzlesen. Sie können eintreten, meist tun sie das jedoch nicht.

Marktschwankungen können Anleger nervös machen. Schlägt die Nervosität in Angst oder Panik um, kommt es sehr schnell zu einem Fondsverkauf. Auch diese Art Eingriff verhindert immer wieder, dass Menschen die Früchte ihrer Investments genießen können, weil sie einfach vor der Gegenbewegung aus dem Markt ausgeschieden sind.

Informationen in den Medien sind immer veraltet

Der Mythos, dass man an der Börse erfolgreich sein kann, wenn man nur offenen Auges die Wirtschaftsnachrichten studiert und seine Anlageentscheidungen daran ausrichtet, erweist sich als falsch. Reporter wissen nichts über die Märkte. Sie mutmaßen und spekulieren und wenn mal eine Aussage falsch war, bekommt das niemand mit, denn der nächste Tag schüttet wieder eine Flut unnützer Nachrichten auf die Menschen.

Wer sich aufgrund solcher Nachrichten zu einem Fondsverkauf hinreißen lässt, wird niemals dauerhaft erfolgreich an der Börse sein. Die Zinsentwicklung, Inflationsraten oder die Konjunktur in den USA oder China sind völlig irrelevant für eine Anlageentscheidung oder einen Fondsverkauf. Der Markt löst dies. Der Einstieg ist egal, das Timing ist zweitrangig – alles was zählt sind geringe Kosten, breite Streuung und ein sehr langer Zeitraum ohne eigenes Eingreifen. Und genau das ermöglicht unsere WERTE-Strategie, dauerhaften Erfolg an der Börse.


 

Autor:

Markus Engelmann

Markus Engelmann

 


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