Vermögen wirkt auf den ersten Blick oft größer, als es tatsächlich ist.
Denn entscheidend ist nicht nur, welche Werte vorhanden sind, sondern auch, welche Verpflichtungen ihnen gegenüberstehen.
Deshalb lohnt sich neben der Unterscheidung von Geldvermögen und Sachvermögen auch eine zweite private Bilanz:
Vermögenswerte auf der einen Seite, Schulden auf der anderen Seite.
Zu den Vermögenswerten zählen zum Beispiel Bargeld, Kontoguthaben, Sparverträge, Bausparverträge, Depots, Immobilien, Lebensversicherungen oder sonstiges Eigentum.
Auch Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung gehören im weiteren Sinne zur finanziellen Gesamtbetrachtung, weil sie später regelmäßige Einnahmen ermöglichen.
Was viele dabei vergessen, das Humankapital.
Damit ist das Vermögen gemeint, das in der eigenen Arbeitskraft, dem beruflichen Wissen, der unternehmerischen Fähigkeit oder künftigen Einnahmen steckt. Gerade bei jüngeren Menschen ist dieses Humankapital oft der größte Vermögenswert.
Dem gegenüber stehen die Schulden.
Dazu gehören kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten, also zum Beispiel Konsumentenkredite, Immobilienfinanzierungen, Darlehen, offene Ratenkäufe oder sonstige Verpflichtungen.
Zieht man die Schulden vom Vermögen ab, entsteht das Nettovermögen.
Ist das Ergebnis positiv, besteht ein Vermögensüberhang. Ist es negativ, sollte man genauer hinschauen: Sind die Schulden tragfähig? Können sie langfristig bedient werden? Oder besteht das Risiko einer Überschuldung?
Eine private Vermögensbilanz schafft Klarheit.
Sie zeigt nicht nur, was man besitzt, sondern auch, was davon wirklich bleibt.
Merksatz:
Vermögen ist nicht das, was man besitzt. Vermögen ist das, was nach Abzug der Schulden übrig bleibt.
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Bildrechte: ABATUS VermögensManagement
Kapitalanlagen bergen Risiken. Der Wert einer Kapitalanlage kann fallen oder steigen. Es kann zu Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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